Im Fokus: Eritrea

Eine Dialogausstellung:

Fotos, Kunstwerke, Informationen und Geschichten von Widerstand und Flucht aus und über Eritrea

05. August bis 03. Oktober 2019

Schillerstraße 106
10625 Berlin-Charlottenburg

Öffnungszeiten: montags bis freitags 14:00 bis 18:00 Uhr

Im Jahr 2017 befindet sich Eritrea auf dem letzten Platz, Platz 180 der Rangliste der Pressefreiheit (Quelle: Fotos für die Pressefreiheit)

Der Fotograf Francois Klein gibt mit seinen Fotografien und einem Bericht seiner knapp vierzehntägigen Eritrea-Reise, den die Journalistin und Auslandskorrespondentin Emma Pörzgen aufgezeichnet hat, einen eindrucksvollen Einblick in ein Land, das “seit Jahren weltweit zu den Ländern gehört, aus denen die meisten Menschen flüchten: Allein im Jahr 2018 stellten laut UNO-Flüchtlingswerk UNHCR 42.000 Eritreer Asylanträge.” (Quelle: spiegel.de 15.07.2019)

Fotos und Texte der Facebook-Seite von Giulia Tranchina zeigen die Situation in den Lagern Libyens. Landkarten, Reiseführer, Fotobücher, Literatur, Broschüren und Zeitungsartikel liegen aus und Kunstwerke von  Lea Gramsdorff, Sven Drühl, Giuliana Del Zana, Simone Dulcis und Brigitte Schwacke verdichten die vielfälltigen Eindrücke.

Orte und Menschen auf einigen Fotos sind hier lebenden Eritreern bekannt, sie kommen darüber ins Gespräch, erzählen. So entstehen persönliche Geschichten, und daraus erwächst ein Dialog:
Ein Eritreer, er möchte namentlich nicht erwähnt werden, stellt in einer Serie aus Fotos, die er in Social Media Seiten gefunden hat, seine Perspektive von der Geschichte Eritreas, dem Alltagsleben und dem Leben junger Menschen in Eritrea dar.
Jemand erzählt die Geschichte seiner beiden Geschwister, Tedros und Senait, in den Fängen von Schleppern in Libyen und zeigt zwei Fotos von Tedros, mit denen der libysche Schlepper seine weiteren Geldforderungen stellt. Diese beiden Fotos sind abgehängt, es ist die eigene Entscheidung, sie zu betrachten.
Ein Buch liegt aus, um eigene Gedanken, Gefühle beim Betrachten auszudrücken und für die Geschwister zu hinterlassen und im zweiten Raum steht ein Laptop, auf dem Geflüchtete ihre Geschichten aufschreiben und so…

entsteht ein Buchprojekt.

Die Plakatausstellung von PRO ASYL MENSCHEN & RECHTE SIND UNTEILBAR sowie Literatur zum Thema Seenotrettung geben weitere Informationen.

Am 3. Oktober beschließt ein gemeinsames Gedenken an das Schiffsunglück vor Lampedusa im Jahre 2013 mit Lesungen, Gesprächen und einem Film das Austellungsprojekt IM FOKUS: ERITREA (Programm folgt)

Das Buchprojekt wird weiter gehen.

Carla Kirsten Müller-von der Heyden,
Berlin, 05. August 2019