28.09.2019: Ums Überleben kämpfen

Buchpräsentation
am 28. September 2019, um 17.00 Uhr
in der Schillerstraße 106, Berlin-Charlottenburg

Zain-Alabidin Al-Khatir

Ums Überleben kämpfen

Meine Flucht aus dem Sudan und Libyen nach Deutschland

Als Zain-Alabidin Al-Khatir im November 2013 den Sudan aus politischen Gründen verlässt, hat er weder den Plan, nach Europa zu fliehen, noch ahnt er, was ihn auf seiner Flucht erwarten wird. Über Ägypten gelangt er nach Libyen und erlebt dort für zwei Jahre ein Martyrium aus Ausbeutung, Erniedrigung, Willkür und Gewalt insbesondere gegen Frauen.
Tagebuchartig berichtet er von den Brutalitäten der Schleuser, der ständigen Angst, den sexuellen Übergriffen an Frauen und den vielen Reisegefährten, die auf dem Weg in die Freiheit gestorben sind oder zurückbleiben mussten.
Mit diesem Buch wird erstmals die Innensicht eines Flüchtlings mit seinem Wunsch zu überleben dokumentiert und berührend vermittelt. So erhalten wir einen Eindruck von der psychischen und physischen Gewalt, die Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa erleiden müssen. Zugleich wird das menschenverachtende System der Schleuser offengelegt. ARETE-VERLAG

Ich habe selten ein so starkes Buch gelesen, spontan fallen mir Primo Levi „Ist das ein Mensch?“ und Rodrigue Péguy Takou Ndie „Die Suchenden“ ein, und spüre die enorme Kraft, die in jeder Zeile steckt, beim Aufschreiben, das bedeutet, beim erneuten Durchleben dieser Höllenreise, und bin sehr dankbar, dass Zain-Alabidin Al-Khatir sein Buch persönlich hier in Berlin präsentieren mag.

Nach der Buchpräsentation wird Adam Bahar, Aktivist aus dem Sudan, mit Zain-Alabidin Al-Khatir ins Gespräch gehen.

Anschließend besteht Raum zur Diskussion, zum Austausch und zur Begegnung, wozu ich herzlich einlade.

In solidarity,
Carla Kirsten Müller-von der Heyden